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Liebe Leser:innen,

sehen wir die Welt zu schwarz? Die Befunde sind in vielen Lebensbereichen problematisch und belasten Natur sowie Menschheit. Sie stimmen eher pessimistisch: Kriegerische Konflikte, Rassismus und Gewalt, Umweltverschmutzungen und -zerstörungen, die vielfältigen Folgen des Klimawandels, Grenzen der Verfügbarkeit von Rohstoffen und des wirtschaftlichen Wachstums sowie die Dynamik der Veränderungen und die Trägheit von Anpassungsprozessen. Die Herausforderungen sind enorm. Zukunftsvorstellungen entstehen fortlaufend in der Gegenwart und konkurrieren in vielfach widersprechenden Szenarien. Eine Vermessung der Zukunft endet häufig in Dystopien. Auf jeden Fall sollten Zukunftsbilder nicht auf eine gründliche Analyse der Gegenwart verzichten und das vorhandene Wissen der Vergangenheit einbeziehen. Prävention ist ein Prinzip, das die Zukunft im Blick hat, um das heutige Handeln zu gestalten. Die präventiven Maßnahmen sind Ergebnis von Entscheidungsprozessen, in denen unterschiedliche Akteure und Ebenen mitwirken. Prävention nimmt neben anderen Orientierungen (wie etwa Freiheit, Gerechtigkeit, Kompromissbereitschaft oder Solidarität) Einfluss auf die Gestaltung der Gesellschaft. Vielfältige Konzepte und Maßnahmen wollen Verbesserungen der Lebens- und Sicherheitslage erreichen, die auch in die Zukunft tragen. Als „Präventionsmacher“ sind wir daher dem Optimismus verpflichtet und wollen wir die Welt verbessern. Die neue Website des DFK zeigt in dieser Hinsicht Beständigkeit, in dem sie das prinzipielle Anliegen der Prävention, heute die Weichen für ein besseres Morgen zu stellen, den folgenden Inhalten voranstellt. Der 29. Deutsche Präventionstag (DPT) in Cottbus wirft seine Schatten voraus und Wilfried Schubarth sieht den Kongress als Chance, die Ost-West-Verständigung als Dialog auf Augenhöhe zu führen. Die Vielfalt der weiteren Beiträge reicht von evidenzbasierten lokalen Sicherheitsanalysen (ELSA) über Einbruchschutz in Verbindung mit Smart Home, Therapeutische Hilfe im Bereich von Sexual- oder Gewalttaten, Präventionsarbeit für Senioren bis hin zum Wissensmanagement bei der Deradikalisierungsarbeit im Feld des islamistischen Extremismus. Liebe Leser:innen, der Frühling beginnt. Jan Delhey (Soziologe und Glücksforscher) weist uns auf „die Macht des Moments“ etwa bei schöner Musik, im Wald, am Meer oder im Arm eines lieben Menschen hin. Ich wünschen Ihnen in der kommenden Zeit viele Glücksmomente und freue mich auf die Begegnungen beim Präventionstag im Juni sowie das nächste Heft im August 2024.

Herzliche Grüße

Ihr Wolfgang Kahl