27forum kriminalprävention 3 2018 RAUMBEZOGENE PRÄVENTION ren Kreisverwaltungsreferat 2018 S 1 Soweit man das nach der kurzen Zeit seines Bestehens sagen kann wird der KAD von den Medien sowie den vielfältigen Akteuren im Bahn hofsviertel positiv aufgenommen Vergleich Im Vergleich erweist sich die Stadt polizei Leipzigs als ältester Münchens KAD als jüngster kommunaler Ord nungsdienst Sowohl im Namen als auch in der Beschreibung des Tätig keitsgebiets ist in Leipzig deutlich die Nähe der Polizeibehörde zur Polizei selbst zu erkennen Die Leipziger Poli zeibehörde und der Düsseldorfer OSD weisen die größten Ähnlichkeiten auf Beide Außendienste agieren auf Basis des Polizeigesetzes ihres Bundeslan des und besitzen daher polizeiliche Befugnisse Parallelen lassen sich ebenfalls in den Aufgabenbeschrei bungen erkennen Der Düsseldorfer OSD fokussiert im Gegensatz zur Leip ziger Polizeibehörde jedoch explizit seine Service und Dienstleistungs funktion gegenüber Bürgern und Be suchern der Stadt Die Leipziger Poli zeibehörde konzentriert sich hingegen auf überwachende und re pressive Tätigkeiten Ein Auftrag des Münchener KAD ist zwar ebenfalls die Verfolgung von Ordnungswidrigkei ten jedoch steht hier die bürgernahe Ansprech und Sichtbarkeit im Zen trum der Arbeit Bezüglich Personal stärke sowie Führungs und Einsatz mitteln ist der Düsseldorfer OSD mit Abstand am umfangreichsten ausge stattet Herauszuheben sind hier die eigene Leitstelle und der Funk sowie die dreijährige Ausbildung Ausblick Das Verbundvorhaben richtet den wissenschaftlichen und forschungs praktischen Blick auf die vielgestalti gen Entwicklungen in Bahnhofsquar tieren die sich in einem Spannungsfeld bewegen das mehrere Dimensionen der Sicherheit berührt Die kriminoge nen Strukturen von Bahnhofsvierteln ermöglichen die Untersuchung krimi nalitätsbezogener Un Sicherheit die im Rahmen umfangreicher Kontroll und Präventionsmaßnahmen bereits Gegenstand sicherheitspolitischer Strategien im Umfeld vieler großer Bahnhöfe ist Zusammen mit den Ak teuren der Landespolizeien und der Bundespolizei stellen die kommuna len Ordnungsdienste ein Instrument zur Gewährleistung von Ordnung und Sicherheit dar das in den Städten die Voraussetzungen für eine städtebauli che Aufwertung der Bahnhofsviertel schaffen soll Die Erwartungen der bürgerlichen Stadtgesellschaft und Politik sind darauf ausgerichtet ein ansehnliches Entrée und Stadtbild zu erzielen das nur dann von den Bür gern angenommen wird wenn auch das Sicherheitsgefühl dazu einlädt Ausgehend von den Ergebnissen der Bürgerbefragung der strukturierten Begehungen und teilnehmenden Be obachtungen wird der Verbund daher ein kriminalpräventives und städte bauliches Konzept für die drei Bahn hofsviertel erarbeiten Darüber hinaus werden die Interviews mit unter schiedlichen Nutzern der Bahnhofs viertel tiefer gehenden Aufschluss über bestehende und zu ergreifende kriminalpräventive Maßnahmen sowie Handlungsbedarfe geben Literatur Frevel Bernhard 2012 Kriminalität und lokale Sicher heit In F Eckardt Hrsg Handbuch Stadtsoziologie 593 612 Springer VS Wiesbaden Köhler Stefan 2007 Entwicklung der Verkehrsinfra struktur in einer mobilen Gesellschaft Dargestellt am verkehrsfunktionalen und städtebaulichen Bedeu tungswandel der Bahnhöfe Hannover Verlag der ARL Kreisverwaltungsreferat München 2018 Kommunaler Außendienst KAD Aufgaben Einsatzgebiet Uni form Mit Kreisverwaltungsreferent Dr Thomas Böhle und KAD Leiter Günter Huber Landeshauptstadt Mün chen Künkel Jenny 2013 Wahrnehmungen Strategien und Praktiken der Polizei in Gentrifizierungsprozessen am Beispiel der Prostitution in Frankfurt a M In Krimi nologisches Journal 45 Jg 2013 H 3 Beltz Juventa Weinheim Shaftoe Henry 2008 Convivial Urban Spaces Crea ting Effective Public Places Abingdon Routledge Stankiewitz K 2018 Schnell und knallhart Die schwar zen Sheriffs in blau In Abendzeitung München Online abrufbar https www abendzeitung muenchen de inhalt wir sind keine nachtwaechter schnell und knallhart die schwarzen sheriffs in blau 8ccc22f3 d4e6 499f aeb2 71ac9876c214 html 15 8 2018 Tuchscherer Lisa 2017 Stadtpolizei statt Polizei Ber lin Duncker Humblot Prof Dr Rita Haverkamp ist Stiftungsprofessorin an der Eberhard Karls Universität Tübingen Ina Hennen M Sc und Ines Hohendorf M A sind ihre Mitarbeiterinnen Dr Tim Lukas ist Akademischer Rat an der Bergischen Universität Wuppertal Moritz Quel M A ist sein Mitarbeiter Kontakte rita haverkamp uni tuebingen de ina hennen uni tuebingen de ines hohendorf uni tuebingen de lukas uni wuppertal de mquel uni wuppertal de Das Potenzial räumlicher Bezugsgrößen für die Kriminalprävention Felix Bode Kai Seidensticker Kriminalprävention lässt sich im Rahmen von Predictive Policing zielgerichte ter durchführen wenn die Anpassung sogenannter räumlicher Bezugsgrößen angemessen erfolgt Die dem jeweiligen Deliktfeld zugrunde liegenden Tatgelegenheitsstrukturen müssen sich demnach in den räumlichen Bezugs größen abbilden Das Erkennen von kriminalitätsrelevanten Zusammenhän gen wie auch die Güte von Kriminalitätsprognosen wird hierdurch gesteigert und bietet Potenzial für eine zielgerichtete Kriminalprävention Der Betrachtung von Kriminalität im Lichte ihrer räumlichen Verteilung wird bereits seit der ersten Hälfte des 20 Jahrhunderts ein umfassendes Er kenntnisinteresse zuteil vgl Park et al 1925 Mit der zunehmenden Promi nenz verschiedener Ansätze von Predictive Policing wird dabei dem räumlichen Entstehungs und Bezugs kontext große Bedeutung beigemes

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