forum kriminalprävention 4/2005 Oktober/November/Dezember

ALTENPFLEGE
Prävention statt Gewalt
Überforderung von Angehörigen verringern

Rolf Dieter Hirsch

Unsere Gesellschaft reagiert - meist nur kurzzeitig und oft pharisäerhaft - sehr empört ("Wie konnte das geschehen?"), wenn sie von Gewalt gegenüber pflegebedürftigen älteren Menschen erfährt. Sind die Täter auch noch Familienangehörige, so ist die allgemeine Empörung und Verurteilung noch größer. Handelt es sich um gewalttätige kriminelle Menschen, die einen Pflegebedürftigen verletzen, schädigen, quälen oder zu Tode bringen wollen? Dies mag vereinzelt zutreffen. Betrachtet man aber die Gesamt-Situation und die Art der Beziehung, in der diese Handlungen geschehen, differenzierter, so öffnet sich oft ein Abgrund von Hilflosigkeit, Verzweiflung, Ohnmacht, totaler Überlastung, Scham und sozialer Isolation.

Die Langfassung des Artikels finden Sie in der LinkZeitschrift.