forum kriminalprävention 1/2009 Januar/Februar/März

KRIMINALITÄT GEGEN MENSCHEN MIT BEHINDERUNGEN
Unsichtbare Opfer:
Menschenmit geistiger Behinderung als Betroffene von (sexueller) Gewalt (Teil 2)

Kathrin Rauchert

Menschen mit geistiger Behinderung gelten im Vergleich zu Nichtbehinderten als besonders gefährdet im Hinblick darauf, Opfer von Gewalt zu werden. Dennoch werden Gewaltdelikte an dieser Population selten für Außenstehende – und somit auch für helfende Institutionen und Strafverfolgungsbehörden – sichtbar. Der folgende Beitrag beleuchtet Faktoren in der Lebenswelt geistig behinderter Menschen, die zugleich deren erhöhtes Viktimisierungsrisiko und die Unsichtbarkeit erfolgter Gewalthandlungen für Dritte bedingen.
Im ersten Teil des Artikels (erschienen in LinkAusgabe 4/2008 dieser Zeitschrift) wurden zunächst verschiedene Formen personeller Gewalt gegen Menschen mit Behinderung dargestellt. Ausgesuchte Untersuchungsergebnisse zum Vorkommen sexueller Gewalt gegen geistig behinderte Menschenmachen das Ausmaß der erhöhten Gefährdung dieser Population deutlich. Der vorliegende zweite Teil des Beitrags führt die vorgenommenen Erläuterungen zur Erklärung des erhöhten Viktimisierungsrisikos geistig behinderter Menschen fort und liefert daran anknüpfend Überlegungen zu Präventionsmaßnahmen auf individueller, kommunaler und gesamtgesellschaftlicher Ebene, welche zur Reduzierung der Vulnerabilität dieser Personengruppe beitragen können.

Die Langfassung des Artikels finden Sie in der LinkZeitschrift.