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Gewaltprävention in Deutschland

Entwicklungslinien, Fortschritte, Defizite, Perspektiven

Wolfgang Kahl

Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) registriert in den letzten 15 Jahren immer weniger schwere Gewaltdelikte (seit 2006 um etwa 18 % rückläufig, 2020 rund 177 000 Fälle) und ein relativ stabiles Niveau vorsätzlicher einfacher Körperverletzungen (rund 373 000 Fälle). Viele begangene Gewalttaten werden hingegen nicht entdeckt oder zur Anzeige gebracht und verbleiben im sogenannten Dunkelfeld. In unterschiedlichen geografischen Räumen variiert deliktspezifisch und im Zeitablauf das Verhältnis zwischen Hell- und Dunkelfeld, so dass generelle Annahmen über eine „Dunkelfeldquote“ von Kriminalität kaum zutreffend sein können. Welche Gründe für die positive statistische Entwicklung der Gewaltkriminalität in Deutschland maßgeblich sind, kann derzeit nicht eindeutig beurteilt werden. Umfängliche präventive Bemühungen können einen wichtigen Beitrag geleistet haben. Punktuell gibt es Evidenzen zur Wirksamkeit von Prävention. Der Beitrag basiert auf einer Zulieferung zum geplanten 3. Periodischen Sicherheitsbericht der Bundesregierung (PSB), der in 2021 erscheinen sollte. Entwicklungslinien, Fortschritte, Defizite und Perspektiven der Gewaltprävention in Deutschland werden für verschiedene Handlungsfelder beschrieben.


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